Wohnungsfrage und freiraum

 

HIGH BUNGALOW

Stadtgespräch und Ausstellungseröffnung


OPEN WORKSHOP, AUSSTELLUNG UND STADTGESPRÄCH

Wie wollen wir wohnen? Wie können wir Freiräume gestalten?
Welche Ideen haben öffentliche und private Bauherren?
Wie kann gute Architektur, wie kann gutes Zusammenleben entstehen?

Inspiriert von einer Studienreise zu Wohnexperimenten in Tokio zeigt die Ausstellung leichte Tragwerke, die Raum bieten für neue Wohn- und Freiräume hoch über der Stadt.

Workshop in Tokio und Berlin: August - September 2019
Open Workshop im Ausstellungsraum: 16. - 19. September

mit Studierenden der TU Berlin und der Yokohama Graduate School of Architecture (Y-GSA)

Eröffnung und Stadtgespräch: Donnerstag, 19. September 2019, 19 Uhr
Begrüßung: Carolina Mojto
Prof. Rainer Hehl im Gespräch mit Prof. Verena von Beckerath (Architektin, Berlin) und Prof. Mariko Terada (Y-GSA). Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Ausstellungszeitraum: 20. September - 29. Oktober 2019

Gefördert von: Renggli, LUME, WohnenUeberBerlin und Sauerbruch&Hutton

OPEN WORKSHOP, EXHIBITION AND URBAN TALK

How do we want to live? How can we design open spaces?
What ideas do public and private clients have today?
How can good architecture, how can coexistence develop?

Inspired by a field trip about dwelling experiments in Tokyo, the exhibition shows light structures that provide room for new living and open spaces high above the city.

Workshop in Tokio and Berlin: August - September 2019
Open Workshop in the exhibition: 16. - 19. September

with students of the TU Berlin and th Yokohama Graduate School of Architecture (Y-GSA)

Opening and Urban Talk: Thursday, 19. September 2019, 7 pm
Welcome: Carolina Mojto
Prof. Rainer Hehl in conversation with Prof. Verena von Beckerath (Architect, Berlin) and Mariko Terada (Y-GSA). The event will be in English.

Exhibition: 20. September - 29. Oktober 2019

Funded by: Renggli, LUME, WohnenUeberBerlin und Sauerbruch&Hutton


 
 

AUSSTELLUNG / Exhibition: 28. Mai - 26. Oktober 2019

BAUHAUS und DIE MODERNE IN BERLIN UND TEL AVIV

BAUHAUS AND MODERNISM IN BERLIN AND TEL AVIV

jean molitor | Links: Weisse Stadt Reinickendorf, Berlin | Rechts: Dizengoff Platz, Tel Aviv

jean molitor | Links: Weisse Stadt Reinickendorf, Berlin | Rechts: Dizengoff Platz, Tel Aviv

MIT FOTOGRAFIEN VON JEAN MOLITOR
KURATIERT VON CAROLINA MOJTO, JAN MARUHN UND PHILIPP STIEBLER
in Kooperation mit dem Bauhaus Center Tel Aviv

WITH PHOTOGRAPHS OF JEAN MOLITOR
CURATED BY CAROLINA MOJTO, JAN MARUHN AND PHILIPP STIEBLER
IN COOPERATION WITH THE BAUHAUS CENTER TEL AVIV

Wie wollen wir wohnen? Wie können Freiräume aussehen? Beide Fragen sind damals wie heute drängend. Auch wenn Jean Molitor die Schönheit klassisch-moderner Architektur in Berlin und Tel Aviv in seinen Fotografien feiert, schwingen beide Fragen immer mit. Freiräume schaffen für eine offene und soziale Gesellschaft war eines der Ziele der Moderne. In Berlin wie in Tel Aviv schufen die Modernisten zwischen ihren kubisch-klaren Formen Freiräume, wie Plätze und gemeinschaftliche Höfe und Dachterrassen, die von allen Bewohnern, von Vorbeikommenden und Gästen erobert werden sollten.  In beiden Städten stand die Frage im Mittelpunkt wie denn die Bürger einer neuen, demokratischen Gesellschaft überhaupt wohnen sollten. In den Zwanziger und Dreißiger Jahren lautete die Antwort der Bauhäusler und Modernisten: in einer fortschrittlich-modernen Ästhetik, aber meist in einer klassischen Familie mit traditioneller Rollenverteilung und heute? Welche freien Räume brauchen wir, welche Architektur kann unsere sein? Wie modern sind wir heute? Jean Molitors Fotos zeigen unsere Geschichte und ein ungebrochenes Verlangen nach Modernität.

In Berlin entstehen großartige Siedlungen von hohem architektonischem Niveau und doch scheitert das Experiment „Moderne“, denn außer wenigen fortschrittlichen Bauherrn verweigert sich die Gesellschaft eine Moderne, die eine neue Schönheit propagiert. Was in Deutschland nicht funktioniert, wird in Tel Aviv eine Erfolgsgeschichte: Eine architektonische Überzeugung wird konstitutiv für die ästhetische Haltung einer Gesellschaft. 10 Jahre nach den radikalen Experimenten in Deutschland entstehen 4000 explizit moderne Häuser in Tel Aviv. Sie stehen für den Aufbruch in eine neue Gesellschaft und den kollektiven Wunsch, dem Aufbruch eine architektonische Form zu geben. Sie wählten die architektonischen Formen der europäischen Moderne und schafften so eine Traditionslinie, der sie sich verpflichtet fühlten: Altes und Neues verband sich miteinander. Der kollektive Wunsch nach Erneuerung und gleichzeitiger Rückbesinnung ist auch historisch zu verstehen und doch der Schlüssel zur Eroberung einer verheißenden Zukunft:
Schon der Name Tel Aviv, Frühlingshügel, ist die poetische Übersetzung von Herzls Buch „Altneuland“  von 1902. Die Sehnsucht nach Vergangenem wurde nie wieder so modern interpretiert.

All diese Themen werden uns auch in unserem Rahmenprogramm begleiten.
Seit 2016 organisieren wir StadtGespräche und Workshops mit vielfältigen Kooperationspartnern zu den Fragen: Wie können wir gemeinsam lebendige Stadtquartiere gestalten? Wie können wir Freiraum und Begegnung schaffen und damit Abgrenzung und Polarisierung entgegenwirken? Wir wollen Antworten finden im Austausch mit Planern, Politikern, Professoren, Studenten und der Zivilgesellschaft.